Suche
Suche Menü

10 Begriffe, die Designer sagen (und was damit gemeint ist)

Gute Kommunikation ist genauso wichtig wie gutes Design. Im Laufe eines Projekts gibt es immer auch ein paar Begrifflichkeiten, die jeder ein wenig anders versteht. Die zehn häufigsten Begriffe, die für Stirnrunzeln sorgen, sind hier erklärt.    

Vector-Logo – „Geht nicht auch ein JPG?“
Will man ein Firmenlogo auf eine Broschüre oder ein Plakat drucken, sind Formate wie JPG oder PNG dafür meist ungeeignet. Sind solche Logos z.B. von einer Webseite kopiert, können sie in den meisten Fällen nicht gedruckt werden. Das Logo würde im Druck pixelig aussehen, vielleicht sogar in den Farben abweichen. Die Lösung heißt Vector-Logo. Es existiert meistens als EPS-Datei (kein JPG oder PNG) und ist in jeder beliebigen Größe ohne Qualitätseinbußen druckbar. Sie könnten es sogar auf ein Hochhaus drucken – es wäre immer noch gestochen scharf.



Copy-Strategie – „Wozu?“

Die Copy-Strategie ist Teil des Briefings und beinhaltet die wichtigsten Informationen, welche für die Gestaltung einer konkreten Werbebotschaft nötig sind. Die Kernelemente sind der konkrete Produkt-Vorteil (für den zu erreichenden Kunden), das Werbeziel (was will ich erreichen?), die Zielgruppe (wen will ich erreichen?), die zentrale Werbebotschaft, die Tonalität (Stimmung/Wirkung) sowie die Positionierung der Marke.



Bildschirmfarben – „Das Grau sieht rosa aus“

Kein Monitor gleicht dem anderen. Das selbe Layout auf zwei verschiedenen Monitoren kann unterschiedlich aussehen. Es wirkt bunter, blasser, hat einen Farbstich, sieht zu hell oder zu dunkel aus. Daher ist es oft schwierig, feine Farbnuancen z.B. bei der Beurteilung von Logofarben oder Webseiten-Layouts, am Telefon abzustimmen. Für Druck-Materialien empfiehlt es sich daher immer, einen Proof (s.u.) anfertigen zu lassen. Bei der Auswahl der Farben für eine Webseite sieht es hingegen anders aus. Hier muss man eine gewisse Toleranz in der Farbwirkung hinnehmen, da man keinen Einfluss auf die Monitoreinstellungen der Webseitenbesucher hat.



Key-Visual – „Ist das nicht das Logo?“

Ein Key-Visual ist ein markantes Schlüsselmotiv eines Produkts oder Unternehmens. Es sollte möglichst eingängig und einzigartig sein und die wichtigsten Aussagen zum beworbenen Objekt auf einen Blick kommunizieren. Ein gutes Beispiel ist die lila Kuh auf der Alm. Dieses Bild prägt sich sehr schnell ein und vermittelt darüber hinaus noch Botschaften wie „besonders“, „natürlich“, „Alpenmilch“ usw. Ein gutes Key Visual kann über viele Jahre hinweg Bestand haben. Es kann ein einzelnes Bild sein oder eine Kombination aus Bild, Typographie und Logo.



CMYK- und RGB – „Egal, oder?!“
Bei der Erstellung von Layouts unterscheidet man grundsätzlich zwei verschiedene Farbmodelle. RGB steht für die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau und kommt bei der Darstellung auf Monitoren zum Einsatz. CMYK bezeichnet die Farben Cyan, Magenta, Yellow und Key (= Schwarz), aus diesen vier Grundfarben werden sämtliche Farben im professionellen Druck erzeugt. Die beiden Farbmodelle lassen sich zwar ineinander umwandeln, es ist aber wichtig zu wissen, dass es dabei ggf. zu einer leichten Farbveränderung kommen kann. Ein mit einer Digitalkamera aufgenommenes RGB-Bild mit (am Monitor) sehr leuchtenden Farben kann gedruckt deutlich weniger knallig aussehen, da die RGB-Farbwerte in CMYK umgewandelt wurden.



Proof – „Brauchen wir den wirklich?“

Ein Proof ist eine Art Vorabdruck, der einen farbverbindlichen und realistischen Eindruck des späteren Druckergebnisses gibt. In der Regel erstellt die Druckerei diesen Proof und nutzt dafür speziell kalibrierte Tintenstrahldrucker. Anhand des Proofs können dann noch vor dem eigentlichen Druck letzte Feinkorrekturen an Farben und Details vorgenommen werden. Die alleinige Kontrolle am Monitor ist nicht immer genau genug.



Blindtext – „Ist das Latein?“

Lorem ipsum dolor sit amet – dies nennt man Blindtext. Man verwendet diesen immer dann, wenn noch keine „echten“ Texte für eine Publikation vorliegen, um die Wirkung eines Textblocks im Layout zu verdeutlichen.



Reinzeichnung – „Wie lange dauert das?“

Bevor eine Broschüre gedruckt werden kann, muss sie reingezeichnet werden. Hierbei werden alle Bestandteile des Layouts genau überprüft, exakt zueinander ausgerichtet, Farben für den Druck optimiert und ggf. grobe Bildmontagen fein ausgearbeitet. Da dieser Prozess sehr aufwändig und langwierig ist, erfolgt er erst nach Layoutfreigabe des Kunden. Inhaltliche Korrekturen sind im Anschluss nur im Notfall möglich, da dies bei größeren Änderungen eine weitere Reinzeichnung erfordern würde.



Stockbilder – „Sind die nicht sehr teuer?“

Manchmal ermöglichen Zeit und Budget eines Projekts nicht die Beauftragung eines Fotografens. Hier können Stockbilder aus einer professionellen Bilddatenbank, wie z.B. Fotolia, iStock oder Gettyimages, eine Lösung sein. Zu praktisch jedem Thema lassen sich hier verhältnismäßig günstig Bilder lizenzieren. Die Auswahl an Motiven ist riesig, dennoch muss bisweilen sehr lange nach passenden Bildern gesucht werden, damit diese optimal zum konkreten Projekt passen.


CMS – „Wir ändern selbst“
Die Abkürzung CMS steht für Content Management System und bezeichnet ein System zum Verwalten der Inhalte einer Webseite. Vereinfacht ausgedrückt: Die vom Designer erstellte Webseite kann vom Kunden über ein im Browser bedienbares System eigenständig gepflegt werden. Sämtliche Inhalte, wie Bilder und Texte, lassen sich mit wenigen Klicks ändern, aktualisieren oder erweitern.

Autor:

Gutes Design liegt mir am Herzen. Daher schreibe ich diesen Blog und informiere regelmäßig über Neuigkeiten und Wesentliches rund um das Thema Design. Wunschthema noch nicht dabei? Schreiben Sie mir eine Mail.